Aktuelle Forschung · News

Früher hat man sich in der Familie, mit Freunden, Nachbarn oder im Wartezimmer über Symptome und Krankheiten ausgetauscht. Heute suchen immer mehr Menschen im Internet nach Gesundheitsthemen und befragen „Dr. Google“. Das ist einerseits eine positive Entwicklung, denn gut informierte Patienten verstehen letztlich auch ihre Erkrankung und das medizinische Fachpersonal besser und können fundierte Entscheidungen treffen. Doch andererseits bringt die riesige Menge an Informationen auch Risiken mit sich. Oftmals lassen sich seriöse, wissenschaftlich fundierte Internetangebote nicht von unseriösen Anbietern unterscheiden. Das kann letztlich zu falschen Vorstellungen und Fehlinformationen des Patienten führen.

Wir möchten Ihnen deshalb hier nur verlässliche, gut recherchierte und kontrastierte Informationen bieten.

 

Neue Studie: Arthrose-Patienten sterben früher

In den vergangenen Jahren wurde kontrovers diskutiert, ob Gelenkarthrosen nicht nur Schmerzen und Einschränkungen verursachen, sondern auch die Sterblichkeit erhöhen. Eine Forschergruppe der schwedischen Universität in Lund ist dieser Frage in einer groß angelegten Studie nachgegangen. Dabei wurden die Gesundheitsdaten der Bewohner im Alter zwischen 45 und 84 Jahren in der Region Skåne über einen Zeitraum von zehn Jahren analysiert. Von den 469.152 infragekommenden Bewohnern war bei 29.189 eine Arthrose diagnostiziert worden. Die Forscher verglichen die Sterblichkeitsrate pro 1.000 Personen von Personen ohne Arthrose mit Personen, die an Knie-, Hüft-, Hand- oder anderen Arthrosen litten.

Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen

Für die meisten Todesursachen konnte keine erhöhte Mortalität festgestellt werden. Das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, war aber bei Patienten mit Hüftgelenksarthrose um 13% erhöht, bei Kniearthrosen konnte sogar ein um fast 20% erhöhtes Sterberisiko errechnet werden. Die Gründe für die deutlich höhere Sterblichkeitsrate müssen noch weiter untersucht werden. Martin Englund von der Universität Lund in Schweden, der Autor der Studie, vermutet als eine mögliche Ursache, dass das Gefäßsystem durch die chronischen Entzündungsprozesse angegriffen wird. Als eine weitere Ursache käme es infrage, dass Betroffene sich deutlich weniger bewegen als gesunde Menschen. Da Bewegung bei Arthrosepatienten typischerweise von mitunter starken Schmerzen begleitet wird, vermeiden viele Betroffene körperliche Aktivitäten soweit wie möglich. Gerade bei Knie- und Hüftarthrosen, die in der Studie die höchste Sterblichkeitsrate aufweisen, ist die Gehstrecke häufig stark eingeschränkt, Sport meist unmöglich. Englund: „Dadurch gibt es ein Risiko für eine Gewichtszunahme, die, wie wir wissen, zu Sekundärerkrankungen wie kardiovaskulären Erkrankungen führen kann.“

Quellen
Dr. S. Reinberger (2019): Arthrose geht mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einher.  https://www.univadis.de/
A. Turkiewicz et al. (2019): Cause-specific mortality in osteoarthritis of peripheral joints. Osteoarthr. Cartil. 27(6): 848–854. doi: 10.1016/j.joca.2019.02.793. PMID: 30797945

Medikamentenassoziierte Kiefernekrose - MRONJ

Kiefernekrose durch Einnahme von Anti-Resorptiva

Medication-related osteonecrosis of the jaw oder auch MRONJ steht für eine medikamentenassoziierte Osteonekrose des Kiefers. Circa 1,7 Millionen an Osteoporose erkrankte Patienten in Deutschland nehmen antiresorptive Medikamente ein. Anti-Resorptiva, wie z. B. Bisphosphonate, sollen das Fortschreiten von Osteoporose reduzieren. Erstmalig 2001 zeigten aber amerikanische Forschungsergebnisse, dass solche Präparate im Kieferbereich zum Auftreten von nekrotischen Arealen führen können. Die Kiefernekrosen zeigen sich durch freiliegenden Knochen, der über lange Zeit ohne große Beschwerden bestehen kann. Darüber können entzündungsassoziierte Symptome wie z. B. Schmerz, Schwellung, Zahnlockerung, Halitosis (Mundgeruch) oder Sensibilitätsstörungen in der Unterlippe auftreten.

Warum betrifft dies den Kieferknochen?

Der Kiefer ist der mikrobiellen Flora nach Mikrotraumata durch die Nähe zum keimbelasteten Mund und seine dünne Mundschleimhaut ohne schützenden Weichgewebsmantel direkt ausgesetzt.

Was sollte man tun?

Wenn Sie antiresorptive Medikamente, wie z. B. Bisphosphonate, Denosumab oder antiangiogene Medikamente wie Bevacizumab, einnehmen, sollten Sie Ihren Zahnarzt darüber informieren.

MBST Osteoporose-Therapie

Die MBST Osteoporose-Therapie nutzt keine antiresorptiven oder antiangiogenen Medikamente und bringt daher nicht die mögliche Nebenwirkung einer medikamentenassoziierten Kiefernekrose mit sich. Informieren Sie sich hier und sehen Sie selbst, ob Ihnen die MBST-Therapie vielleicht helfen kann.